Setra Doppelstock S 531 DT: „Test Drive Northeast Europe“

11. März 2019

Kurzfassung: Testfahrt mit dem Setra S 531 DT

Berlin-Tallin: 2 000 Kilometer mit dem Setra Doppelstock S 531 DT
Der Setra S 531 DT ist das neue Flaggschiff bei den Reisebussen von Setra, der Premiummarke von Daimler Buses. Um der Omnibusfachpresse die Chance zu geben, den neuen Doppelstockbus in Reisebusausstattung auf Herz und Nieren zu prüfen, findet vom 11. bis 16. März 2019 der „Test Drive Northeast Europe“ statt. An fünf Tagen sitzen die Journalisten selbst am Steuer und erleben den Reisekomfort des Setra S 531 DT auf der Strecke zwischen Berlin und Tallin.

Erstmals mit Sideguard Assist und Active Brake Assist 4

Der Setra S 531 DT setzt mit seinen Assistenzsystemen neue Maßstäbe: Der Doppeldecker hat optional den Abbiege-Assistenten Sideguard Assist und serienmäßig den Notbremsassistent Active Brake Assist 4 mit Personenerkennung an Bord – ein enormer Fortschritt für den Schutz der schwächsten Verkehrsteilnehmer. Serienmäßig sind die neuen LED-Hauptscheinwerfer und die Brandlöschanlage im Motorraum.

Weniger Kraftstoffverbrauch dank optimierter Aerodynamik
Mit einem Luftwiderstandsbeiwert von cw = 0,35 markiert der Setra S 531 DT die Spitze seines Segments. Erreicht wurde dies durch ein ganzes Bündel von aerodynamischen Optimierungen. Sparsam und leise ist der neue Doppelstockbus auch wegen seines perfekt abgestimmten Antriebsstrangs unterwegs. Herzstück hier ist der kraftvolle 12,8-Liter Motor OM 471 mit einer Leistung von 375 kW (510 PS).

Exzellentes Design: eigenständig im Exterieur und Interieur

Das Exterieur des neuen S 531 DT setzt innerhalb der TopClass 500-Baureihe neue eigenständige Akzente, unter anderem durch die beiden nahtlos zusammengefügten Windschutzscheiben sowie durch die weiterentwickelte und markentypische Aluminiumleiste „La Linea“. Auch das Interieur ist bis ins kleinste Detail am Setra-Markenclaim „Sign of Excellence“ ausgerichtet. Das Testfahrzeug setzt hier unter anderem mit den Farben Evograu dunkel, Carbon rot und Composition schwarz auf Wertigkeit.

Maximaler Komfort: hochwertige Ausstattung, variabler Ausbau

Alle verwendeten Materialien, Farben und Räume vermitteln den Fahrgästen des neuen S 531 DT zu jedem Zeitpunkt ihrer Reise ein Maximum an Harmonie und Komfort. Das beginnt bei den neu gestalteten Aufgängen ins Oberdeck und geht weiter zu den „Setra Voyage Plus“-Sitzen bis hin zum neu designten Bug im Oberdeck. Neu sind außerdem der Waschraum und das Beduftungssystem. Busunternehmer werden überdies die Variabilität des Doppelstockbusses zu schätzen wissen. Sein Unterdeck lässt sich als Reisebus für längere Touren ebenso ausstatten wie als Linienbus für kürzere Überlandstrecken.

Langfassung: Sicher, effizient und exzellent ausgestattet – der neue Doppelstockbus Setra S 531 DT auf Testfahrt durch Nordosteuropa

• Journalisten testen den neuen Setra S 531 DT zwischen Berlin und Tallin
• Mehr Sicherheit für die schwächsten Verkehrsteilnehmer: Sideguard Assist und Active Brake Assist 4
• Maximale Effizienz: Optimierte Aerodynamik und perfekt abgestimmter Antriebsstrang senken den Kraftstoffverbrauch
• Große Variabilität: Ob Ferienreisen, Fernlinien oder Überlandverkehr – der neue Doppeldecker ist ein Omnibus für alle Fälle
• Komfort für die Fahrgäste: edle Sitze, helles Interieur, bequeme Aufgänge, moderner Waschraum, innovatives Beduftungssystem
• Modernes und eigenständiges Design in der Tradition des Setra-Markenclaims „Sign for Excellence“


Der neue Setra S 531 DT der TopClas 500 ist das Flaggschiff unter den Reisebussen von Setra. Der stattliche vierzehn Meter lange und vier Meter hohe Doppelstockbus mit 26 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht vereint Sicherheit und Komfort, Effizienz und Variabilität. Für den „Test Drive Northeast Europe“ vom 19. bis 23. März 2019 steht das Fahrzeug in Kosmosrot-metallic mit Topausstattung zur Verfügung. Ausgewählte Journalisten testen den Omnibus, der auf der IAA 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, auf einer fünftägigen, annähernd 2000 Kilometer langen Fahrt zwischen Berlin und Tallin.

Wer von den rund zwei Dutzend Testern gerade hinter dem Lenkrad sitzt und fährt, nimmt im hochwertigen, ergonomisch ausgefeilten TopClass-Cockpit des S 531 DT Platz. Die übrigen Teilnehmer können sich währenddessen auf den komfortablen „Setra Voyage Plus“-Sitzen mit ihrem großzügigen Sitzabstand entspannen. Die Teilnehmer haben haben die Gelegenheit, sich in dem luxuriösen Loungebereich des Doppeldeckers miteinander auszutauschen.

Der S 531 DT bietet in seiner Ausführung für diese Testfahrt Platz für 78 Fahrgäste. Damit alle Fahreindrücke und Verbrauchsmessungen dennoch so realistisch wie möglich sind, wird das Testfahrzeug mit Ballasttanks voll beladen.

Weltpremiere im Omnibus: Der neue Sideguard Assist warnt beim Abbiegen und beim Spurwechsel vor gefährlichen Unfällen


Abbiegemanöver nach rechts im Stadtverkehr gehören zu den anspruchsvollsten Aufgaben eines Busfahrers: Der Fahrer muss vorn Ampeln, Beschilderung, Gegen- und Querverkehr beachten und gleichzeitig seitlich Fußgänger und Radfahrer im Auge behalten. Hinzu kommt: Die Verkehrssituation kann sich in Sekundenbruchteilen ändern. Setra bietet deshalb den Abbiege-Assistent Sideguard Assist mit Personenerkennung im neuen S 531 DT an. Das System kann sowohl stationäre Objekte wie Ampeln, Verkehrsschilder und Poller in der Warnzone rechts des Omnibusses erkennen als auch bewegte Objekte wie Fußgänger, Radfahrer oder andere Fahrzeuge. Ein großer Fortschritt hin zu mehr Schutz für die schwächsten Verkehrsteilnehmer.

Die Arbeitsweise des Sideguard Assist ist mehrstufig: Befindet sich ein bewegtes oder stationäres Objekt in der Überwachungszone, wird der Fahrer zunächst optisch informiert. Im Außenspiegel auf der Beifahrerseite leuchtet zu diesem Zweck eine LED in Dreiecksform gelb auf. Erkennen die Sensoren eine Kollisionsgefahr, blinkt die LED-Leuchte mehrfach rot mit höherer Leuchtkraft und nach zwei Sekunden permanent rot. Hinzu kommt dann eine Vibrationswarnung im Fahrersitz.

Der Sideguard Assist warnt den Fahrer beim Abbiegen in den sogenannten Schleppkurven vor gefährlichen Situationen in einem Geschwindigkeitsbereich bis 36 km/h. Darüber hinaus unterstützt das System ihn auch beim Spurwechsel nach rechts bei Geschwindigkeiten oberhalb von 36 km/h. In diesen Situationen wird der Fahrer ebenfalls vor Objekten auf der Beifahrerseite gewarnt. Das geschieht sowohl beim Setzen des Blinkers als auch bei einer Lenkbewegung nach rechts. Damit unterstützt der Sideguard Assist den Spurwechsel etwa beim Überholen eines Radfahrers außerorts oder beim Fahrstreifenwechsel auf mehrspurigen Straßen.

Herzstück des Sideguard Assist ist eine Radarsensorik mit zwei Nahbereichs-Radarsensoren auf der Beifahrerseite im Radlauf der Vorderachse. Die seitliche Überwachungszone hat eine Breite von 3,75 Metern. Das System ist so ausgerichtet, dass es die komplette Länge des Omnibusses abdeckt plus einen zwei Meter langen Streifen nach vorn und nach hinten. Bei Geschwindigkeiten von über 36 km/h vergrößert sich der Streifen nach vorn auf bis zu fünf Meter und nach hinten auf bis zu fünfzehn Meter. Wichtig: Der Fahrer bleibt in allen Situationen, in denen der Sideguard Assist warnt, weiterhin in vollem Umfang in der Verantwortung für das Fahrzeug.

Active Brake Assist 4 im S 531 DT jetzt mit Personenerkennung und verbessertem Radarsystem

Reisebusse mit Notbremsassistent können nicht nur die Folgen eines schweren Unfalls reduzieren, sie können die Kollision im Rahmen der physikalischen Möglichkeiten in vielen Situationen sogar verhindern. Das mittlerweile für Klasse-3-Omnibusse gesetzlich vorgeschriebene Advanced Emergency Braking System (AEBS) muss beim Zusteuern auf bewegliche und stehende Hindernisse einen deutlichen Geschwindigkeitsabbau gewährleisten. Der neue Active Brake Assist 4 geht deutlich über diese Anforderungen hinaus. Der S 531 DT hat den Notbremsassistenten serienmäßig.

Herausragendes neues Merkmal des Active Brake Assist 4 ist die Personenerkennung: Das System warnt den Fahrer vor einer Kollision mit sich bewegenden Fußgängern und leitet zusätzlich automatisch eine Teilbremsung ein. Das eröffnet dem Fahrer die Möglichkeit, durch eine Vollbremsung oder ein Lenkmanöver die Kollision zu vermeiden. Anders als bei der Bremsung auf bewegte und stehende Hindernisse erfolgt bei der Warnung und Teilbremsung auf sich bewegende Fußgänger keine Warnkaskade: Die akustische und optische Warnung sowie die Teilbremsung setzen zeitgleich ein. Die automatischen Warn- und Bremsreaktionen der Personenerkennung des Active Brake Assist 4 sind bis zu einem Tempo von 50 km/h wirksam.

Wie sein Vorgänger unterstützt der neue Active Brake Assist 4 den Fahrer auch weiterhin in Situationen, in denen ein Auffahrunfall droht, mit einem dreistufigen Verfahren: Erkennt das System ein langsamer fahrendes vorausfahrendes oder stehendes Fahrzeug, erfolgt zunächst eine optische und akustische Warnung des Fahrers. Reagiert der Fahrer nicht adäquat, leitet das System in einem zweiten Schritt eine Teilbremsung mit etwa 50 Prozent der maximalen Bremsleistung ein. Droht trotz dieser Maßnahme eine Kollision, führt das System eine autonome Vollbremsung aus, die bei Bedarf innerhalb der Systemgrenzen zum Stillstand des Omnibusses führt. Außerdem werden die Warnblinker aktiviert.

Der Active Brake Assist 4 arbeitet mit einer neuen Radargeneration. Dabei handelt es sich um elektronisch scannende sogenannte „Multi Mode Radare“, die in Reichweite und Performance im Vergleich zu ihren Vorgängern deutlich verbessert wurden und sich ebenfalls in den aktuellen Pkw und Lkw von Mercedes-Benz bewährt haben – ein Beispiel für die fruchtbare Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns.

Radarsysteme haben den Vorteil, dass sie unabhängig von den Lichtverhältnissen und weitgehend unabhängig von der Witterung arbeiten. Das Radarsystem des Active Brake Assist 4 ermittelt den Abstand und die Relativgeschwindigkeit zum vorausfahrenden Fahrzeug extrem präzise. Der Fernbereichsradar des Notbremsassistenten arbeitet nun erstmals unabhängig vom eingestellten Fahrniveau und kann sich permanent auf eine veränderte Fahrzeugneigung einstellen, die beispielsweise durch unterschiedliche Fahrwerks- oder Beladungszustände hervorgerufen wird. Er erfasst in direkter Linie vor dem Omnibus Fahrzeuge und Hindernisse auf bis zu 250 Meter Entfernung. Fußgänger werden auf bis zu 80 Meter detektiert, Radfahrer und Mopedfahrer auf bis zu 160 Meter.

Der Nahbereichsradar hat eine Reichweite von 70 Meter Entfernung und sensiert aufgrund des breiten Öffnungswinkels von 120 Grad auch Fahrzeuge und sich bewegende Fußgänger seitlich vor dem Fahrzeug. Die Sichtweite ist dabei allerdings abhängig von Topografie, Straßenverlauf sowie von den Witterungsbedingungen und Einflüssen der Umgebung, wie etwa sich schnell in den Verkehrsraum bewegende oder verdeckte Fußgänger.

Bei alledem gilt: Die Entscheidung über alle Aktionen und die Verantwortung für das Fahrzeuggeschehen liegen weiterhin beim Fahrer des Omnibusses. Er kann das System bei Bedarf jederzeit übersteuern, etwa durch eine Lenkbewegung, durch Kickdown oder eine Notbremsung. Bremst der Fahrer jedoch zu schwach, hat die Bremsintensität des Active Brake Assist 4 Vorrang.

Noch mehr Sicherheit durch serienmäßige LED-Scheinwerfer und Brandlöschanlage – freiwilliger Pendelschlagtest bestanden

Neben Active Brake Assist 4 und Sideguard Assist, die es im weltweiten Omnibusmarkt nur bei Daimler Buses gibt, verfügt der S 531 DT über zahlreiche weitere bewährte Assistenzsysteme, unter anderem das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP), den Abstandsregeltempomat, den Spurassistent, den Attention Assist sowie die Reifendruckkontrolle. Neu hingegen sind die serienmäßigen LED-Hauptscheinwerfer, die deutlich mehr Helligkeit bieten als herkömmliche Halogenlampen und die Fahrbahn damit noch besser ausleuchten können. Das Licht der neuen LEDs ähnelt dem Tageslicht und ermüdet die Augen weniger. Die Langlebigkeit und die nahezu unverminderte Lichtstärke über die gesamte Lebensdauer bieten ebenfalls Pluspunkte bei der Sicherheit.

Auch die Ausstattung mit einer TÜV-zertifizierten automatischen Brandlöschanlage im Motorraum gehört zum Serienumfang des neuen S 531 DT. Und das, obwohl dies gesetzlich für Reisebusse erst ab Juni 2019 vorgeschrieben ist. Das System arbeitet mit Detektionsleitungen, die bei Druckverlust, ausgelöst durch starke Überhitzung, den Löschvorgang aktivieren. Die Löschflüssigkeit wird dabei durch die Düsen des Verteilsystems gedrückt und als Hochdruckwassernebel im Motorraum versprüht. Dadurch verdrängt die Anlage den Sauerstoff in Sekundenbruchteilen und entzieht dem Feuer so die Grundlage. Gleichzeitig kühlt es die Oberfläche der Bauteile und verhindert ein Wiederaufflammen des Feuers. Die Löschmittelleitung führt durch den gesamten Motorraum. Die einzelnen Düsen sind gezielt auf die Komponenten gerichtet, die höhere Temperaturen erreichen, wie zum Beispiel Turbolader, Ölfiltermodul und Zusatzheizgerät.

Bei Setra steht die Unfallvermeidung durch aktive Sicherheitssysteme wie Active Brake Assist 4 und Sideguard Assist zwar besonders im Fokus. Sollte jedoch trotzdem ein Unfall passieren, profitieren Fahrer und Fahrgäste von größtmöglicher passiver Sicherheit. So verfügt der S 531 DT über das speziell verstärkte Gerippe seines Vorgängers und erfüllt damit freiwillig den Pendelschlagtest nach ECE-R-29. Darüber hinaus stellt Setra den Rettungskräften für alle seine Omnibusse online Rettungsdatenblätter zur Verfügung.

Maximale Effizienz: Optimierte Aerodynamik und perfekt abgestimmter Antriebsstrang senken den Verbrauch um bis zu zehn Prozent

Der neue S 531 DT punktet mit einem im Vergleich zum Vorgänger um etwa sieben bis zehn Prozent gesenkten Kraftstoffverbrauch – abhängig vom jeweiligen Einsatz. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die nachhaltige Optimierung der Aerodynamik. An der Vorderseite des Doppelstockbusses lassen stark gewölbte Windschutzscheiben und große Kantenradien den Fahrtwind sauber um das Fahrzeug strömen, hinten lenken ihn Einzüge und Abrisskanten gezielt ab. Die Entwickler haben sich auch um kleinste Verbesserungen bei der Aerodynamik bemüht: So steht beispielsweise der Scheibenwischer des Oberdecks in Ruheposition senkrecht – eine Anleihe aus dem Motorsport. Das Ergebnis der Maßnahmen ist ein Luftwiderstand von cw = 0,35 – Bestwert im Segment der Doppelstockbusse.

Der niedrige Kraftstoffverbrauch des neuen S 531 DT wird auch dank der Sparsamkeit des serienmäßigen 12,8-Liter OM 471 erreicht. Das Aggregat leistet 375 kW (510 PS) und treibt den Doppeldecker mit der bekannt wirtschaftlichen und umweltschonenden Euro VI Abgasnachbehandlung kraftvoll, leise und zukunftssicher an. Das maximale Drehmoment von 2 500 Nm steht dabei schon bei einer Drehzahl von 1 100 min-1 zur Verfügung. Das vollautomatisierte Schaltgetriebe GO 250-8 sorgt für hohen Fahrkomfort, seine präzise Gangwahl und die kurzen Schaltzeiten tragen ebenfalls zur Wirtschaftlichkeit bei.

Variabilität für die unterschiedlichsten Einsätze: Der neue Setra ist ein Omnibus für alle Fälle und lässt Raum für Individualisierung

Ferienreisen, Fernlinien, Bistro-Busse, Überlandlinien – der Setra TopClass S 531 DT deckt alle denkbaren Einsätze für Omnibusse seines Formats ab. Typisch Setra sind die zahlreichen Möglichkeiten, den Doppelstockbus nach den jeweiligen Kundenwünschen zu bestuhlen und auch die übrige Ausstattung zu individualisieren. Variabel lässt sich darüber hinaus auch das Unterdeck nutzen: Dank einer komplett neuen Konstruktion kann im Erdgeschoss in Fahrtrichtung rechts auf Wunsch das Podest entfallen. Das erhöht die Variabilität weiter: Rollstuhlplätze lassen sich ebenso installieren wie Einrichtungen für Bistro-Busse. Für den Einsatz auf Überlandlinien lässt sich ein Wechselpodest mit Kinderwagenplatz einbauen. Und im herkömmlichen Reiseverkehr ist hier Platz für eine klassische Bestuhlung.

Deutlich wird die Vielfalt des S 531 DT auch im Cockpit: Käufer können zwischen dem elegant-funktionellen Cockpit aus der Setra ComfortClass 500 und dem luxuriösen Cockpit der TopClass 500 wählen. Und natürlich kann der Reisebegleiter ebenfalls auf einem eigenen komfortablen Sitz Platz nehmen.

Wertig-komfortables Interieur: helle Farben, bequeme Aufgänge, moderner Waschraum sowie ein innovatives Beduftungssystem

Mit viel Licht und einer modernen Gestaltung vermittelt das helle Interieur des neuen Setra TopClass S 531 DT einen großzügigen Raumeindruck. Ins Auge fallen die Aufgänge als Verbindung vom Unter- zum Oberdeck: Von außen verglast, sind sie innen mit lichtdurchlässigem Acryl-Kunststoff verkleidet. Gleichmäßige, zweifarbige Stufen mit individualisierbarer Beleuchtung, Podeste und durchgehende Handläufe geben Sicherheit beim Auf- und Absteigen. Zudem wurde der Bug im Oberdeck komplett neu gestaltet.

Die Fahrgäste nehmen im S 531 DT in bequemen „Setra Voyage Plus“-Sitzen Platz, die im Fahrzeug mit Trail-Stoff in Evograu-dunkel bezogen wurden, während die Rückseite und die Seitenwangen in Carbon-rot gehalten sind. Die Sitze sind mit höhenverstellbaren Komfort-Kopfstützen in Composition-schwarz ausgestattet. Weitere farbige Akzente setzen an Bord des Testomnibusses die Designelemente in Vincent-Prestige-rot.

Eine optionale Beduftungsanlage schafft ein angenehmes Klima an Bord des neuen Setra-Doppelstockbusses: Beim Einschalten der Zündung und Öffnen der vorderen Tür bzw. bei geöffneter Tür versprüht ein Duftgenerator automatisch einen dezenten und unaufdringlichen Wohlgeruch. Zur Wahl stehen sechs Düfte von sportlich frisch bis lederähnlich schwer. Die wesentlichen Komponenten der Anlage stammen aus der Mercedes-Benz S-Klasse.

Ein Coach MediaRouter ermöglicht es den Passagieren, ihre mobilen Endgeräte über WLAN jederzeit mit dem Internet zu verbinden. Aus der Bordküche des S 531 DT können die Fahrgäste auch kulinarisch gut versorgt werden. Völlig neu gestaltet ist der nun barrierefreie Waschraum: Seine Einrichtung ist diagonal – das heißt besonders platzsparend – angeordnet. Das glänzend weiße Mobiliar und die freundliche LED-Beleuchtung erinnern an ein modernes Bad.

Eigenständiges Exterieur-Design: Die klaren Linien sind ein „Sign of Excellence“ – und Ausdruck einer optimierten Aerodynamik

Der neue Doppelstock S 531 DT hat ein gleichermaßen modernes wie eigenständiges Erscheinungsbild. Das „Gesicht“ mit dunkler Frontblende und silbernem Markenschriftzug ist unverkennbar der Tradition der bewährten TopClass 500-Baureihe entlehnt. Neu bei einem Doppeldecker sind die beiden nahtlos zusammengefügten Windschutzscheiben, die nur durch eine dezente Aluminiumspange gegliedert sind. Auch der senkrecht gestellte Scheibenwischer im Oberdeck ist eine Innovation, die nicht nur gut aussieht, sondern auch die Aerodynamik verbessert.

Die Designer haben die markentypische Aluminiumleiste „La Linea“ an der Seitenwand weiterentwickelt. Sie erstreckt sich nun waagerecht entlang der Dachkante. Die üppige Verglasung ist in Höhe des hinteren Aufgangs durch einen Gegenschwung gekennzeichnet. Dieser verleiht dem Omnibus Dynamik und ist in Aluminium gefasst. Die Verblechung des Oberdecks schwebt wie eine Insel auf der Verglasung. Darunter unterbricht über dem vorderen Radlauf eine Logoblende in Aluminium die Brüstungsleiste des Unterdecks.

Das Heck ist durch seitliche Finnen mit Abrisskante und die Rückleuchten der Baureihe 500 eingefasst. Die beiden Lüftungsgitter des Motors sind beim Setra TopClass S 531 DT erstmals miteinander verbunden. Darüber setzt das schwarze Gitter der integrierten Klimaanlage TopAir Akzente. Unter dem Heckfenster fällt die verchromte Logoblende mit Markenschriftzug aus der TopClass 500 ins Auge – perfekter Abschluss eines aufsehenerregenden Omnibusses.

„Test Drive Northeast Europe“ – die Tour

• Ob direkt am Lenkrad oder als Fahrgast – Journalisten erleben den neuen Setra Doppelstock S 531 DT
• Fünftägige, 2 000 Kilometer lange Testfahrt von Berlin nach Tallin, inklusive „Saftey Demo“ vor politischen Vertretern in Warschau


Fünf Tage, annähernd 2 000 Kilometer – das ist der „Test Drive Northeast Europe“ mit dem neuen S 531 DT. Von Deutschland über Polen, Litauen und Lettland bis nach Estland bietet die internationale Testfahrt den annähernd zwei Dutzend teilnehmenden Journalisten über vier Grenzen hinweg exklusive Fahreindrücke und neue Einblicke in die Welt des Busreisekomforts.

Den Auftakt der Tour bildet am 12. März 2019 Berlin: Vorbei an Siegessäule und Brandenburger Tor geht es Richtung Osten. Das erste Etappenziel ist Warschau. Auf den 571 Kilometern bis in die polnische Hauptstadt erhalten die Tester gleich am ersten Tag die Gelegenheit, den neuen Setra Doppelstockbus abwechselnd hinter dem Steuer kennenzulernen. In Warschau angekommen, werden die neuen Assistenzsysteme Active Brake Assist 4 und Sideguard Assist am zweiten Tag auf der Messe „Warsaw Bus“ in einer Fahrdemonstration präsentiert.

Nachdem die Kompassnadel am ersten Tag stetig in der Waagerechten stand, ändert sie ab Warschau ihre Ausrichtung. Tag Nummer drei der Testfahrt führt nach Vilnius, der Hauptstadt Litauens. Hier haben auf 582 Kilometer die nächsten Tester ausreichend Zeit, den Reisebus direkt vom Cockpit aus und als Fahrgäste zu erleben.

Am vierten Tag geht es weiter in den Norden – Riga winkt als nächstes Etappenziel nach 472 Kilometern. Die Hauptstadt Lettlands liegt direkt an der Mündung der Düna in die Ostsee und bietet einzigartige Fotomotive. Am letzten Tag der Testfahrt stehen noch einmal 312 Kilometer auf dem Programm, weite Teile davon direkt entlang der Ostseeküste. Ziel ist Tallinn, die Hauptstadt Estlands, Endpunkt des „Test Drive Northeast Europe“.

Aufstrebender Reisebus-Markt Osteuropa

• Osteuropäische EU-Staaten: mehr als 60 Prozent Wachstum seit 2008, Daimler Buses führend mit über 35 Prozent Marktanteil
• Reisebus als kostengünstiges, bequemes und umweltschonendes Verkehrsmittel gewinnt weiter an Attraktivität


Ob gecharterer Reisebus oder liniengebundener Fernbus – Polen und die baltischen Staaten werden immer wichtigere Reisebus-Märkte. Insgesamt hat die Bedeutung Osteuropas für das Reisebus-Segment im vergangenen Jahrzehnt deutlich zugenommen: Allein in den osteuropäischen EU-Staaten konnten die Hersteller im vergangenen Jahr rund 1.400 Reisebusse absetzen. Das waren über 60 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Von 2017 auf 2018 legte der Markt noch einmal um über 11 Prozent zu. Mit einem Marktanteil von über 35 Prozent ist Daimler Buses in den osteuropäischen EU-Märkten – hier vertreten mit seinen Marken Setra und Mercedes-Benz – klarer Marktführer.

Busfahren liegt im Trend – insbesondere in Osteuropa, aber keineswegs nur dort, wie die Erfolge von Fernbusbetreibern in Westeuropa und im seit 2013 liberalisierten deutschen Markt zeigen. Für das starke osteuropäische Wachstum gibt es zahlreiche Gründe: Der Bus ist ein für die Fahrgäste traditionell kostengünstiges, bequemes und sicheres Verkehrsmittel. Zahlreiche mittelgroße Städte, die per Bahn nicht oder nur schlecht angebunden sind, haben mittlerweile direkte Busverbindungen in die wichtigsten europäischen Metropolen. Und auch die Metropolen untereinander sind oft mehrmals am Tag durch Buslinien vernetzt. Schließlich wächst der gesamte regionale Busmarkt in Osteuropa.

Darüber hinaus kann der Reisebus auch unter klimapolitischen Aspekten punkten: So hat ihm das deutsche Umweltbundesamt einen durchschnittlichen Treibhausgas-Ausstoß von vergleichsweise geringen 30 Gramm CO2 pro Personenkilometer bescheinigt. Der Eisenbahnfernverkehr hingegen kam in der gleichen Untersuchung auf 45 Gramm CO2 pro Personenkilometer.

Die Sicherheits-Chronik von Setra


• Setra, die Premiummarke von Daimler Buses, ist bei der Sicherheit seit 1955 führend
• Setra S 531 DT mit Active Brake Assist 4 und neuem Sideguard Assist


Ob Abstandsregeltempomat, Active Brake Assist 4, Anfahrassistent, Anti-Blockier-System, Antriebsschlupfregelung, Attention Assist, Bremsassistent, Dauerbremslimiter, Haltestellenbremse mit Anfahrsperre, Elektronisches Stabilitätsprogramm, Regen-Licht-Sensor, Sideguard Assist und mehr – der neue Setra Doppelstock S 531 DT verfügt entweder serienmäßig oder optional über das gesamte Alphabet der aktuellen Assistenz- und Sicherheitssysteme.

Das hat bei Setra Tradition: 1955 gehörte die Marke zu den Pionieren für die Einzelradaufhängung in Omnibussen. 1964 führte Setra als erster Hersteller den Retarder als verschleißlose Zusatzbremse ein. Wenige Jahre später kamen Scheibenbremsen zum Einsatz. Schon 1981 baute Setra auf Kundenwunsch in alle Omnibusse das Anti-Blockier-System ein. Ab 1984 geschah dies dann serienmäßig als europaweit erste Marke.

Die Serieneinführung von Xenon-Scheinwerfern erfolgte 2001 in der damals neuen TopClass 400. Danach kamen in rascher Folge Elektronisches Stabilitätsprogramm, Abstandsregeltempomat, Dauerbremslimiter, Spurassistent und Front Collision Guard hinzu. Viele dieser Technologien stammten aus dem „Konzernbaukasten“ und wurden gezielt für den Einsatz bei Setra weiterentwickelt. Zuletzt führte Setra Ende 2015 optional integrierte LED-Scheinwerfer ein.

Zu den herausragenden Assistenzsystemen im Omnibusbau zählt der Notbremsassistent Active Brake Assist. Er wurde in seiner Urform bereits vor zehn Jahren in der Setra TopClass 400 eingeführt und seitdem Schritt für Schritt weiterentwickelt. In seiner aktuellen Ausführung als Active Brake Assist 4 ist das System auch in der Lage, Personen zu erkennen. Ebenfalls ein Fortschritt für die schwächsten Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer ist der Sideguard Assist.